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  Der Familienname Zinkgräf  

Geht man zu Beginn seiner Ahnen- oder Familienforschung die ältesten historischen Dokumente durch, so stellt man sehr schnell fest, dass es zahlreiche Varianten des Namens Zinkgräf gibt. Denn wir finden bereits im 14. Jahrhundert in den Frankfurter Bürgerbüchern die Namen Zinggreffe (1362 und 1370), Cinggreffe (1377), Czinggreve (1387) und Zinggrave (1421), in der Matrikel der gerade erst gegründeten Heidelberger Universität die Namen Cecravius (1389), Centgrave (1396) und Czenkgref (1398), in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts in der Matrikel der Universität Leipzig die Namen Czenggroffe oder Czenggraffe (1468), Tzengraff (1478), Zcenntgraff (1487), Centgrave (1495), Zcengkgraf (1497) und Zcengraff (1505) und schließlich in der Matrikel der Universität Erfurt die Namen Zinckgrave (1494) und Zinckgräff (1565).

Zwar lässt sich bis heute keine dieser Personen in die Familiengeschichte einordnen, doch gehören alle die folgenden über 75 verschiedenen Schreibweisen nachweislich zu unserer Familie. Die Vielzahl der Varianten des Namens rührt aus einer Zeit, als es noch keine verbindliche Rechtschreibung im heutigen Sinne gab und erklärt sich durch willkürliches Niederschreiben des Namens in Bürger- oder Kirchenbücher, sozusagen 'nach Gehör'. Bisweilen kann man sogar in einem Dokument verschiedene Schreibweisen ein und derselben Person finden.

Die am häufigsten vorkommenden Varianten des Namens sind:

  • Zinckgräff (Simmern im Hunsrück, Neustadt an der Weinstraße und Heidelberg, 16./17. Jahrhundert),
  • Zincgref (Heidelberg, 16./17. Jahrhundert),
  • Zinckgräf, Zinckgraf und Zinkgraf (Heidelberg und Neustadt an der Weinstraße, ab dem 17. Jahrhundert),
  • Zinkgräf (Weinheim an der Bergstraße, ab dem 18. Jahrhundert).

Obwohl die Schreibweisen Zentgraf und Zintgraf auch vereinzelt in der Familiengeschichte auftauchen, lassen sich bis jetzt keine verwandtschaftlichen Verbindungen zu den heutigen Trägern dieser Namen nachweisen. Auch ist bisher kein Hinweis auf familiäre Bindung an die Zickgraf bekannt.

Trotz des bis jetzt fehlenden familiären Zusammenhangs mit den zuletzt genannten Namen, besteht hinsichtlich der Herkunft des Namens kein Zweifel daran, dass er auf den Amts- bzw. Berufsbegriff  'Zentgraf' zurückzuführen ist. Die Vielzahl der Schreibweisen lässt sich angesichts der Verbreitung der Familie über verschiedene geographische Bereiche auch mit mundartlichen Spielarten erklären.

 

 

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